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CATAN - Die Legende der Eroberer - Vorschau - Teil 12

18. Januar 2019
Klaus Teuber

Die Story zu "CATAN - Die Legende der Eroberer" - Kapitel 3 – 1. Teil

Einleitung

Die Eroberer stießen bei ihrem Marsch zur größten Stadt im Nordosten Catans auf erbitterten Widerstand. Den Catanern kam zu Gute, dass ihnen das Gelände ihrer Heimat vertraut war und sie geeignete Stellen kannten, den Weg der Eindringlinge mit Hindernissen effektiv zu blockieren.

Waren die Eroberer damit beschäftigt, eine Blockade zu entfernen, traten catanische Bogenschützen aus einem nahen Wald hervor, belegten die Feinde mit einem Pfeilhagel und zogen sich gleich danach in den schützenden Wald zurück. Dagur und seine Reiterei verfolgten die Jagd- und Plünderungstrupps der Eroberer, die Proviant für ihr Heer besorgten. Nur wenige feindliche Trupps kehrten unversehrt zu ihrem Heer zurück.
Als die Feinde nur noch einen Tag von der Stadt entfernt waren, die sie zu erobern gedachten, setzte Thora ihren zwischenzeitlich gefassten Plan in die Tat um. Sie verstärkte die Mauern der Stadt mit Bogenschützen und versteckte sich mit ihrem Heer hinter einem nahe gelegenen bewaldeten Hügel. Thora hoffte, dass die Eroberer die gelegentlichen Angriffe ihrer Bogenschützen und Dagurs Attacken auf die Plünderungstrupps nur als Taten von verzweifelten Partisanen einschätzen und sie kein größeres Heer in der Nähe vermuteten.

Als die Eroberer vor der Stadt eintrafen, bauten sie zunächst ein provisorisches Lager auf. Am nächsten Morgen griffen sie an. Zunächst setzten sie ihre Kanonen ein und schossen die Mauern der Stadt brüchig. Als sie danach gegen die halbzerstörten Mauern der Stadt anrannten, brachten ihnen die Bogenschützen auf den heil gebliebenen Mauern empfindliche Verluste bei. Doch das hielt die Eroberer nicht auf. Schon hatten einige ihrer Krieger das Gebiet der Stadt erreicht, als Thora endlich den Befehl zum Angriff gab.

Fast gleichzeitig schossen die von Captain Wyler gelieferten Kanonen auf das Lager der Eroberer, fiel Dagur mit seiner Reiterei dem Feind in den Rücken und setzten sich Rovens Fußtruppen in Bewegung. Nach dem Vorbild ihrer Ahnen hatten sie sich in einer Schildreihe formiert.

Die Eroberer waren verwirrt und liefen zunächst planlos hin und her. Viele fielen unter dem Pfeilhagel der Bogenschützen auf der Mauer, die inzwischen nicht mehr das Angriffsziel der Eroberer war. Die Attacke Thoras ließ den feindlichen Kriegern keine andere Wahl, als sich neu zu formieren und sich den catanischen Angreifern in ihrem Rücken zum Kampf zu stellen. Die Schlacht um Catan hatte begonnen …

Nach der Schlacht

Thora fühlte sich zutiefst erschöpft. Müde zog sie ihren Helm ab. Dagur brachte sein Pferd neben ihrem zum Stehen und fasste ihre Hand.

„Wir haben gesiegt Thora! Die dreckigen Hunde haben sich zurückgezogen und lecken ihre Wunden.“ Dagur sah seiner Frau erwartungsvoll in die Augen. Erstaunt bemerkte er, dass sie nicht frohlockten, sondern ihn traurig anblickten. Dagur verstand nicht.

„Thora, hörst du nicht, wir haben den Kampf für uns entschieden! Das war hauptsächlich dein Verdienst. Unsere catanische Flagge, die du führtest, wogte mal hier mal dort über der Schlacht, war aber immer präsent. Du hast unseren Männern und Frauen Mut gemacht, über sich selbst hinauszuwachsen und ihre Freiheit zu verteidigen. Freust du dich denn gar nicht über unseren Sieg?“

Thoras Stimme klang müde: „Ja, wir haben gesiegt, Dagur. Aber zu welchem Preis? Viele, viel zu viele Cataner fanden den Tod. Ich habe so viele sterben gesehen. Auch Roven, der mich mit ausgewählten, tapferen Männern auf dem Schlachtfeld verteidigte, starb, als er sich in einen Lanzenstoß warf, der mir galt. “

Dagur verstand. Er drückte Thoras Hand. „Thora, jeder Cataner wusste, dass er sein Leben bei diesem Kampf verlieren konnte. Den meisten war der Tod lieber als das Schicksal, zukünftig als Sklaven ihr Leben fristen zu müssen, in ein fremdes Land verschleppt zu werden, fern von der Heimat, fern von seinen Lieben, deren Zukunft auch ungewiss war.“

„Du hast wohl Recht, Dagur. Doch haben wir jedem Cataner die Wahl über sein Schicksal gelassen?“

Thora trieb ihrem Pferd die Hacken in die Flanken und ritt zum Lazarett, in dem Lea mit ihren Heilerinnen die vielen Verwundeten versorgte. Thora stieg ab und ging auf Lea zu, die mit ihren kundigen Händen eine Frau verband, die ihren Schwertarm verloren hatte.

„Es tut mir sehr Leid um Roven, Lea.“ Die Angesprochene blickte Thora mit leeren, verweinten Augen an, nickte kurz, ohne ihre Arbeit zu unterbrechen.

Catan - Die Legende der Eroberer - Kapitel 3

Dagur war Thora hinterhergeritten und glitt neben ihr aus dem Sattel. Eine Weile standen beide schweigend beieinander. „Thora, wir dürfen jetzt nicht zögern. Wir sollten die geflüchteten Eindringlinge möglichst schnell verfolgen und ins Meer treiben. Dorthin, von wo sie hergekommen sind.“

„Unsere Kämpferinnen und Kämpfer sind erschöpft, Dagur. Viele sind verletzt. Die geflüchteten Feinde - es sind noch viele - werden sich in ihre Festungen zurückziehen, die sie eilig überall im Norden mit Holzpalisaden errichtet haben. Wir verfügen nicht über genügend Kämpfer, um sie von dort zu vertreiben. Nein, wir müssen vorerst das noch freie Land halten und die Menschen vor Plünderungen der Eroberer schützen. Ich werde in den Süden reiten und neue Kämpfer rekrutieren. Übernimm du solange das Oberkommando hier, bis ich mit den neuen Kämpfern zurück bin.“

Der zweite Teil der Story von Kapitel 3 erscheint am nächsten Freitag.


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Teil 13 erscheint am 25. Januar


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