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Brett- und Kartenspiel: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

 
26. September 2012
Dr. Reiner Düren

Auch wenn es mittlerweile eine Zweipersonen-Variante für das Brettspiel gibt, sind doch die Fürsten das Spiel für zwei Cataner. Brett- und Kartenspiel haben eine Reihe von Gemeinsamkeiten. Für viele Brettspieler besteht für den Einstieg ins Kartenspiel aber immer noch eine hohe Hürde. Mit diesem Beitrag möchte ich versuchen, Ih­nen – wenn Sie bislang reiner Brettspieler waren – den Einstieg in die eigene Faszination der Fürsten von Catan zu erleichtern.

Viele Elemente des Kartenspiels „Die Fürsten von Catan“ finden sich auch in der „Städte & Ritter“-Erweite­rung zum Brettspiel.

  • Erz 6 Brett  und Kartenspiel: Gemeinsamkeiten und Unterschiede	Gemeinsam haben beide Spiele die 5 Standardroh­stoffe, beim Karten­spiel kommt noch Gold hinzu. Anders als im Brettspiel halten die Spieler beim Kartenspiel die Rohstoffe aber nicht in Form von Karten auf der Hand. Der Rohstoffbestand eines Spielers wird auf seinen Landschafts­feldern festgehalten.
  • Jedem Spieler steht beim Kartenspiel von jeder Landschaftsart zu Beginn des Spieles eine Landschaft mit einem Roh­stoff sowie ein leeres Gold­flussfeld zur Verfügung. Die Landschaften sind von 1 bis 6 durchnumme­riert, wobei sich die Zahlen der Land­schaften der beiden Spieler unter­scheiden. Jede Land­schaft kann maximal 3 Rohstoffe (RS) auf­nehmen. Beide Spieler wissen also immer genau, welche Rohstoffe der Mitspieler hat.
  • Siedlungen und Städte kosten im Kartenspiel die gleichen RS wie im Brett­spiel.
  • Straßen kosten aber im Kartenspiel 1 Lehm mehr, dafür muss aber zwischen zwei Sied­lungen nur eine Straße liegen. An jede Sied­lung/Stadt kann nur eine Straße an­gelegt wer­den, d. h. Verzwei­gungen wie im Brettspiel gibt es nicht.
  • Extrasiegpunkte für die Längste Handelsstraße gibt es im Kartenspiel auch nicht.
  • Beide Spieler fangen wie im Brettspiel mit 2 Siedlungen an, die aber beim Kartenspiel immer durch eine Straße verbunden sind.

Siedlung Strasse Siedlung 450x152 Brett  und Kartenspiel: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

  • Beide Spieler spielen in separaten Fürstentümern. Sie können sich dem­nach nicht in die Quere kommen.
  • Insgesamt können beide Spieler noch 7 Straßen, 5 Siedlungen und 7 Städte bauen. Hier heißt es: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Stadt Brett  und Kartenspiel: Gemeinsamkeiten und Unterschiede	Beim Bau einer Siedlung erhält ein Spieler zwei weitere Landschaften, mit denen er in der Folge weitere Rohstoffe produzieren kann.
  • Wird eine Stadt gebaut, so wird die entsprechende Stadt auf die Sied­lung gelegt. Diese geht nicht wie im Brettspiel in den Vorrat zu­rück. Im Gegensatz zum Brettspiel verbessert eine Stadt nicht die Erträ­ge, sie bringt andere Vorteile aber evtl. auch Risiken. Wie im Brett­spiel bringt sie aber 2 Siegpunkte (SP).

Damit haben sich die Gemeinsamkeiten der beiden Spiele aber noch nicht erschöpft. Auch im Kartenspiel gibt es Räuber, die dort aber ganz spezielle Vorlieben haben. Die Räuber kommen allerdings nicht bei einer 7 ins Spiel, denn es wird nicht mit 2 Zahlenwürfeln gewür­felt, sondern nur mit einem Zahlenwürfel sowie einem speziellen Ereigniswürfel. W Raubueberfall Brett  und Kartenspiel: Gemeinsamkeiten und Unterschiede	Zeigt dieser Ereignis­würfel eine rote Keule und besitzt ein Spieler mehr als 7 Rohstoffe, stürzen sich die Räuber auf das Gold und die Wolle des Spielers. Allerdings haben die Spieler eine Möglichkeit, sich gegen diesen Raub zu schützen: In Siedlungen und Städten können Ort­schafts­ausbauten ge­baut wer­den. Lagerstaette Brett  und Kartenspiel: Gemeinsamkeiten und Unterschiede	Einer dieser Ausbauten, die Lagerstätte, sorgt dafür, dass die Räuber sich verzählen. Denn Rohstoffe auf Landschaften neben den Lager­stätten werden von den Räubern nicht gesehen. Und so eine Lagerstätte hat noch einen weiteren Vorteil: Häufiger – da zweimal auf dem Würfel vorhanden – W Ereigniskarte Brett  und Kartenspiel: Gemeinsamkeiten und Unterschiede	wird mit dem Ereigniswürfel auch ein „Fragezeichen“ gewürfelt. Ertragreiches Jahr Brett  und Kartenspiel: Gemeinsamkeiten und Unterschiede	Tritt dieser Fall ein, wird eine Ereigniskarte aufgedeckt, die z.B. ein Er­trag­reiches Jahr sein kann. Dann erhalten die Landschaften neben einer Lagerstätte einen zusätzlichen Rohstoff. Damit lässt sich dann das Fürstentum noch schneller ausbauen, z. B. durch Einheiten und weitere Gebäude, die zusätzliche Vorteile bieten.

Ein Spielzug des Kartenspiels setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

  • Auswürfeln des Ereignisses und der Erträge für beide Spie­ler.
  • Ausspielen von Aktionskarten (vergleichbar mit den Fort­schritts­karten bei Städte & Ritter), Bau von Ausbauten, Han­deln mit der Bank – alles in beliebiger Reihenfolge.
  • Auffüllen der Handkartenzahl durch Nachziehen der ober­sten Kar­te(n) beliebiger Stapel.
  • Evtl. Austausch einer Karte (Nachziehen von oben oder Aussu­chen für 2 RS)
  • Gewonnen hat das Spiel der Spieler, der als Erster über minde­stens 7 Sieg­punkte verfügt wenn er seinen Zug beendet

Wenn Sie sich noch weiter mit den Regeln und Karten der Fürsten von Catan vertraut machen wollen, schauen Sie doch einmal Marlene und Siegfried über die Schulter, die Ihnen unter Anleitung von Prof. Easy das Spiel erklären.

Mit dem Einführungsspiel gelingt auch Ihnen sicher der Einstieg in dieses faszinierende Spiel.

Durch die Themensets kommen dann weitere Ausbau-, Aktions- und Ereigniskar­ten so­wie Landschaftsausbauten mit neuen Funktionen hinzu, wodurch das Spiel noch abwechslungsreicher und interaktiver wird.

Diese Themen-Sets können zusammen mit dem Basisset als Themenspiel oder Duell der Fürsten gespielt werden, bei denen auf 12 oder 13 Siegpunkte gespielt wird.

Die „Königsvariante“ ist das Turnierspiel, dessen Regeln mit der Erwei­terung „Finstere Zeiten“ im Herbst 2011 veröffentlicht wurden. Hierbei stellt sich jeder Spieler aus nahezu allen Karten ein eigenes Spieldeck zusammen, mit dem er gegen den Mitspieler antritt. Mit der im Herbst 2012 veröffentlichten zweiten Erwei­terung „Goldene Zeiten“ kommen weitere Karten und neue Spielelemente hinzu.

Dr. Reiner Düren

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