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Catan, das Mutterland des Fußballs!

 
25. Juni 2010
Dr. Reiner Düren

Über das Leben der Cataner wissen wir mittlerweile aus den Erzählungen von Rebecca Gablé sehr viel. Einen Aspekt hat sie uns aber vorenthalten: Catan ist das Mutterland des Fußballs!

Sicher liegt das daran, dass sie sich vor allem auf englische Quellen gestützt hat.
Die Glaubwürdigkeit dieser Quellen darf aber, was ich nachfolgend darlegen werde, angezweifelt werden. Vielleicht verteidigen die Engländer mit Zähnen und Klauen ihren Ruf als „Mutterland des Fußballs“, weil der bisher einzige Weltmeistertitel der englischen Nationalmannschaft durch 2 irreguläre Tore zu Stande kam?

Im Weltmeisterschaftsjahr 2006 stellten Catan-Spieler aus dem westlichen Münsterland erstmals die These auf, dass auf Catan schon viel früher als in England Fußball gespielt wurde.

Fussball Chronik Catan, das Mutterland des Fußballs!Mich faszinierte diese These und so stellte ich Nachforschungen an. Das Glück war mir hold. Vor einigen Tagen wurden mir von einem seriösen Catanabilia-Händler, namens Conrad Cowyes, Teile der verschollenen Chroniken Austins angeboten, die sich mit dem Sport auf Catan beschäftigen.

Nach dem Lesen der ersten Seiten muss ich sagen, dass die Geschichte des Fußballs in weiten Teilen neu geschrieben werden muss.

Danach spielten die Cataner schon wenige Jahre, nachdem sie Catan erreicht hatten, mit aufgeblasenen Schafsmägen, deren Form noch heute beim Bruder des Fußballs, dem Rugby, zu erkennen ist.

Skizzen in der Chronik Austin lassen außerdem erkennen, dass die Cataner ursprünglich auf sechseckigen Plätzen spielten. Das Mittelfeld hatte also eine höhere Bedeutung. In der Abwehr müssen sie wohl mit einer Dreierkette gespielt haben.

Auch schossen sie noch nicht auf Tore sondern durch 2 senkrecht
stehende Stangen. Da die obere Begrenzung fehlte, hatten Zwerge zwischen den Stangen nichts verloren.

Probleme, den Rasen kurz zu halten, hatten die Cataner nicht. Die vielen Schafe Catans wurden effektiv als Rasenmäher eingesetzt. Dass dabei ab und zu ein Spieler in ihre Hinterlassenschaften trat, nicht wenige darauf ausrutschten und es so oft im wahrsten Sinne des Wortes zu einem „Scheißspiel“ kam, nahmen die Cataner in Kauf.

Die sich auf den Fußballfeldern reichlich vermehrenden Schafe boten einen weiteren Anreiz für das Spiel: Als Preis für den Sieger wurde ein Teil der Schafe ausgesetzt. Allerdings erwarteten die Zuschauer und die Verlierer, dass die Sieger die Schafe anschließend Odin opferten und sie alle zu einem Festschmaus eingeladen wurden.

Auch das Problem einer frühen Form des heutigen Hooliganismus konnten die Cataner lösen.
So wurden die Fans der beteiligten Mannschaften während des Spiels separiert und durften sich nur im Bereich der Eckfahnen versammeln, um ihre Mannschaften zu unterstützen.
Wer sich an diese Regeln hielt, dem wurde es gestattet, nach dem eigentlichen Spiel an einem Nachspiel teilzunehmen. Bei diesem Nachspiel war es allen Fans erlaubt, sich nach Herzenslust zu verprügeln. Danach war dann für Wochen Ruhe.
Wer sich nicht daran hielt, durfte im Steinbruch der Räuber auf Steine einprügeln.

Unter den Zuschauern war es beliebt, mit Schafen auf den Ausgang eines Spiels zu wetten. So sollen manche mit einem Lamm gekommen und einer Schafherde gegangen sein.

Geschenk Fussball Catan, das Mutterland des Fußballs!

Geschenk der Fürsten - Fußball

Am bedeutendsten ist jedoch der Teil der Chroniken, in dem Austin beschreibt wie es zum ersten Länderspiel zwischen England und Catan kam und der eindeutig belegt, dass die Engländer eine weit reichende Geschichtsfälschung begangen haben, um sich als Mutterland des Fußballs zu präsentieren.

Ein Sturm hatte ein englisches Schiff an die catanische Küste verschlagen. Die englischen Seeleute wurden freundlich von den Catanern empfangen und lernten bald das Fußballspiel schätzen. Dabei waren die Engländer zunächst enttäuscht, als sie bei ihrer Ankunft auf Catan von ihren Gastgebern einen Fußball als Begrüßungsgeschenk überreicht bekamen.

Sebastian Fussball Catan, das Mutterland des Fußballs!

Sebastian, der Wanderfußballer

In ihren Augen war er total wertlos, denn er war weder mit Met gefüllt, noch konnte man einem Gegner damit den Schädel einschlagen.

Die Regeln des Spiels wurden ihnen von Sebastian, dem Wanderfußballer schnell beigebracht.

Und so kam es nicht erst am 30. November 1872 zum ersten Länderspiel, sondern schon viele Jahrhunderte früher auf der Insel Catan irgendwo im Atlantik.

Bruderzwist Fussball Catan, das Mutterland des Fußballs!

Bruderzwist - um Fußball

Über jenen denkwürdigen Tag, als sich die Mannschaft der Siedler von Catan den Mannen des englischen Schiffes in einem Fußballspiel gegenüber standen, schreibt Austin in seinen Chroniken:

Brigitta Fussball Catan, das Mutterland des Fußballs!

Brigitta, die weise Frau - mit Fußball

„Es begann nicht gut für die Cataner, denn es kam zu einem Zerwürfnis zwischen dem Trainer Candamir und seinem besten Spieler Osmund. Sie konnten sich nicht auf eine Taktik einigen. Candamir wollte, wie er es gewohnt war, im WM-System spielen, Osmund favorisierte ein neues 4-2-3-1-System.

Obwohl Brigitta die Götter beschwor, hielt der Zwist auch nach dem Anpfiff des Spieles an. So nutzten die Engländer die Uneinigkeit der Cataner um schnell in Führung zu gehen.

Doch als die Engländer um Punkt 5 Uhr für kurze Zeit das Spielfeld verließen, um eine Tasse heißes Wasser mit einem Tropfen Milch zu sich zu nehmen, wendete sich das Blatt. Schnell holten die Cataner auf.

Harald Vuvuzela Catan, das Mutterland des Fußballs!

Harald - mit „Widduzela“

Als dann Harald, der Schmied in seine Widduzela blies, kannten die Cataner kein Halten mehr und überrollten die Engländer in wahren Sturmläufen.

Osmund Fussball Catan, das Mutterland des Fußballs!

Osmund - mit Fußball

Wohlweislich hatte Sebastian ihnen nicht erzählt, dass das Spiel erst endete wenn der letzte Spieler vom Platz getragen wurde.

Als es dann soweit war und nur noch Osmund übrig geblieben war, spießte er zum Zeichen des Sieges wild triumphierend den Ball auf.“

Immerhin muss man den Engländern zu Gute halten, dass sie diese Niederlage nicht davon abschreckte, das Spiel zu adaptieren, und dass sie es mit einigen Regeländerungen spielbarer machten. So änderten sie die Form des Platzes, sorgten dafür dass ein Spiel nun 90 Minuten dauert, der Ball rund ist und fortan ins Eckige musste. Und sie führten die Halbzeitpause ein, damit die Spieler ihr heißes Pausenwasser mit einem Tropfen Milch trinken können, woraus dann nach der Eroberung Indiens der Pausentee wurde. Nur bei der Regel mit dem
Elfmeterschießen haben sie sich vertan, denn eine Regel, die sie offenbar nicht beherrschen, hätten sie besser nicht eingeführt.

Nur auf die Widduzelas verzichteten die Engländer. Diese gelangten aber mit anderen Seefahrern auf den afrikanischen Kontinent und erfreuten sich dort bald großer Beliebtheit.

Wenn Sie, liebe Leser, den fußballerischen Aspekt Catans in ihr Spiel integrieren wollen, dann können Sie sich hier ein Fußballfeld und die Regeln dazu herunterladen:

Fussballfeld Catan, das Mutterland des Fußballs!

Das Fußballfeld in Aktion

Download unter:
http://www.wmc2.net/Spielmaterial/das%20fussballfeld.pdf

Ersetzen Sie einfach eines der Weidefelder durch das Fußballfeld und schon kann es losgehen. Bei der Variante mit Städte & Ritter haben Sie auch die Möglichkeit, die Fans in Form der Ritter ins Spiel zu bringen. Addieren sie deren Stärke zu Ihrem Würfelwurf. Bitte beachten Sie aber, dass Sie beim Wetten auf den Spielausgang nur auf Ihre Mannschaft wetten dürfen. Wetten auf den Gegner sind nur südlich der Alpen erlaubt.

Wir wünschen Ihnen beim Spiel und der WM viel Spaß. Und denken Sie dran: Gegen England reicht es, das Elfmeterschießen zu erreichen um in die nächste Runde zu kommen oder den Torwart vor eine lösbare Aufgabe zu stellen.

Dr. Reiner Düren

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