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Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 3

 
24. März 2010
Jim Plane

In Kapitel eins und zwei dieser Geschichte habe ich ausgeführt, wie ich – durch meinen Bruder und seine Frau, die für kurze Zeit in Deutschland lebten – Catan entdeckte und online Mitspieler auf deutschen Websites fand, die dann später nicht mehr für mich verfügbar waren.

Drittes Kapitel: Aero entdeckt die „Welt“

Da ich Mitspieler aus Fleisch und Blut so gut wie abgeschrieben hatte, suchte ich das Internet nach anderen Brettspiel-Sites ab. Ich fand ein paar – vor allem BrettspielWelt – auf denen Online-Brettspiele angeboten wurden, aber ich fand deren deutsche oder unzureichend ins Englische übersetzte Interfaces nur schwer navigierbar. Das Interface für Carcassonne war bei BrettspielWelt allerdings recht gut, weswegen ich dieses Spiel spielte anstelle von Catan, das eine nicht sehr intuitiv gestaltete Interface hatte. Dann versuchte ich es mit einer nicht lizenzierten Website, auf der man Städte & Ritter mit schlecht gemachter Grafik kostenlos spielen konnte. Aber ich fand die Leute dort unhöflich, das Interface langweilig und seelenlos, und ich hatte insgesamt das Gefühl, ich würde die Person über’s Ohr hauen, die dieses wundervolle Spiel überhaupt erst entwickelt hatte. Ich habe vielleicht fünfmal auf dieser nicht so intelligenten Site gespielt.

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Ich habe keine Entschuldigung für dieses Übermaß an Spielen, die ich jetzt besitze.

2001 siedelte ich mit meiner Familie von New Jersey in meine Heimatstadt Indianapolis um. Im Juli machten mein Sohn und ich einen Trip um alte Freunde in New Jersey zu besuchen, und auf dem Weg dorthin besuchten wir die Origins-Messe in Columbus, Ohio. Wow! Das machte Spaß. Meine erste größere Spielemesse. Ein Jahr später (wenn ich mich recht erinnere) zog GenCon, eine noch größere Spielemesse, von einem Standort unmittelbar nördlich von Chicago nach Indianapolis um. Wow! Das war sogar noch besser! Mein Spieldurst wurde auf diesen langen Wochenenden gründlich gelöscht. Und obwohl es mich immer noch Mühe kostete Mitspieler aus dem wirklichen Leben zu finden, kaufte ich mir ganz optimistisch einige Spiele – Catan und nicht-Catan – in der Hoffnung, andere dazu zu verleiten mit mir zu spielen.

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Das war wirklich eine Herzensangelegenheit. Pro Sechseck habe ich 2-3 Stunden gebraucht, und ich bin noch nicht damit fertig.

Die Suche nach brauchbarem Online-Spiel ging trotzdem weiter. Ich fand die Website von Days of Wonder, wo ich nach Herzenslust Zug um Zug spielen konnte, und das machte mir eine Zeitlang großen Spaß. Aber dem Spiel fehlt Tiefe, Vielschichtigkeit und Strategie – alles Dinge, die Catan so wieder-spielbar machen (gibt es so ein Wort eigentlich, oder habe ich es gerade erfunden?). Auch setzte das Programm KI-Gegner ein, um Spiele zu beenden wenn Leute aus der Partie abgesprungen waren, und so beendete ich einige Spiele mit einer oder mehreren KIs. Nach einer Weile kam Microsoft mit einem spielbaren Catan-Basisspiel heraus, das bei Zahlung eines jährlichen Beitrags online zur Verfügung stand. Ich hörte fast augenblicklich auf Zug um Zug zu spielen und verbrachte mehrere Jahre lang viel zu viele Stunden auf dieser Website.

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Schafe auf dem selbstgebauten Spiel

Dann, im Juli 2008, probierte ich ein Prof. Easy-Tutorial für Löwenherz aus, und am Ende davon erschien eine merkwürdige Ankündigung, in der so etwas Ähnliches stand wie „Vielen Dank, dass Sie das Löwenherz-Tutorial beendet haben. Wenn Sie gleichgesinnte Menschen finden möchten, besuchen Sie www.playcatan.com.“
Da ich immer daran interessiert bin „gleichgesinnte Menschen“ zu finden, wagte ich den Sprung und entdeckte die Catan Onlinewelt. Basisspiel, Seefahrer, Wüstenreiter, Löwenherz, Adel verpflichtet, und – du liebe Zeit, das kann doch gar nicht sein, aber es ist in der Tat so: Städte & Ritter!! Von den Leuten, mit denen ich gespielt hatte, wollten sich nur sehr wenige auf so viel Catan einlassen. Hört ihr die Musik auch? Es klingt als wäre man auf einem Spaziergang durch Himmel und Paradies und hätte gleichzeitig ein Nirwana-Erlebnis. AAAaaahhhhhh. Das Herz klopft. Das Wasser läuft einem im Munde zusammen. Aber das Geld ist knapp. Kann ich mir die Premium-Mitgliedschaft leisten? Und was noch wichtiger ist, wie kann ich mir das entgehen lassen!? Nachdem ich ein paar Stunden das Basisspiel mit meinem Frei-Account gespielt hatte war ich bereit, meine Brieftasche zu öffnen.


Im 4. Teil werde ich berichten, wie ich ein paar einflussreiche Leute auf der Website traf und wie das zu meinem Traumjob führte.

Jim Plane

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