Die offizielle Website zu Die Siedler von Catan

Teil 2: Wie aus zwei Hobbys ein Beruf wird

 
2. September 2009
Gero Zahn

Letztes Mal, im ersten Teil dieses Blogs, habe ich erzählt, wie ich 1997 zusammen mit einem Freund noch vor „Die Sternenfahrer von Catan“ ein eigenes „Weltraum-Siedler“-Szenario entwarf – was ab Herbst 1998 dazu führte, dass Klaus und ich im losen Kontakt zueinander standen. Aber bis zu meiner Anstellung als Web Content Manager der Catan GmbH war es noch ein weiter Weg.

Kolonieschiff 150x150 Teil 2: Wie aus zwei Hobbys ein Beruf wird

Ein Kolonieschiff

Ende August des Folgejahres 1999 geschah etwas für mich Unfassbares: Klaus fragte bei mir an, ob meine Freunde und ich Lust hätten, seinen „Sternenfahrer“-Prototypen probezuspielen. Natürlich hatten wir das, und so erhielten wir für drei Tage ein handgemachtes Vorabexemplar.

Nach unseren umfassenden Testspielen rang ich ihm wiederum die Erlaubnis ab, unsere Spieleindrücke zusammen mit Fotos vom Prototypen im Internet veröffentlichen zu dürfen – exakt zeitgleich zur offiziellen Pressemitteilung des Kosmos-Verlages. [1]

Mutterschiffe Massstab neu Teil 2: Wie aus zwei Hobbys ein Beruf wird

Handgeklebter Sternenfahrer Prototyp – mit noch silbernen Mutterschiffen

Aus meinem Hobby als privater Homepage-Betreiber hatte sich in der Zwischenzeit völlig unabhängig von meinen Brettspiel-Aktivitäten bereits ein kleines selbständiges Webdesigner-/Webworker-Gewerbe entwickelt. Klaus fand meine „Sternenfahrer“-Seiten für damalige Verhältnisse sehr ansprechend realisiert – und ihm fiel erstmalig auf, dass er ja beizeiten ebenfalls eine eigene Homepage bräuchte, und dass er sich durchaus vorstellen könne, mich mit der Realisation derselben zu beauftragen.

KlausTeuber de 09 2001 Teil 2: Wie aus zwei Hobbys ein Beruf wird

KlausTeuber.de am 25. September 2001

ProfEasy gross Teil 2: Wie aus zwei Hobbys ein Beruf wird

Prof. Easy

Und so begannen ab etwa 2001 die Arbeiten an der Homepage klausteuber.de. Dieses Projekt wurde für mich als Dienstleister erfreulicherweise ein sprichwörtliches „Fass ohne Boden“: Immer neue Ideen wurden erdacht und umgesetzt. Exemplarisch zu nennen sind sicher die Interaktiven Spieleeinführungen von und mit Prof. Easy, deren technisches Fundament von einer meiner damaligen privaten Homepage-Projekte inspiriert war. Nicht unerwähnt bleiben soll dabei das mittlerweile eingestellte „Barbarossa-Rätsel“, aus dessen erstem Relaunch „Klaus Teubers Spielwiese“ erwuchs – das heutige „PlayCatan“, das seit dem Weggang von T-Online heute auch die Heimstatt der Catan Onlinewelt bildet.

Im Oktober 2004 entwickelten Klaus, Arnd und ich in der Gruga-Cafeteria während der Spielemesse „Spiel ’04“ in Essen das Konzept für das anschließend von mir zu realisierende Online-Spiel „Multicatan“. Dies ging Mitte 2005 mit großem Erfolg online und wurde damals zum Aushängeschild von „Klaus Teubers Spielwiese“. In dieser Zeit befasste ich mich mehr und mehr mit Catan-Projekten. Eigentlich gleichberechtigte Projekte anderer Auftraggeber mussten terminlich sorgfältig koordiniert werden, drohten sie doch die Pläne für die catanische Online-Präsenz zu stören, aus denen ich immer weniger wegzudenken war.

Spielwiese 1713 klein Teil 2: Wie aus zwei Hobbys ein Beruf wird

Klaus Teubers Spielwiese - im Sommer 2005 mit Multicatan

Basierend auf der „Multicatan“-Euphorie fasste ich mir daher im Spätsommer 2005 ein Herz und fragte Klaus rundheraus, ob er mich statt auf Honorar-Basis für immer neue, immer umfangreichere Projekte nicht lieber in Vollzeit anstellen wolle. Nach kurzer GmbH-interner Beratung zwischen Klaus, Guido und Arnd unterschrieb ich zum 01.10.2005 meinen Vertrag bei der Catan GmbH.

Und so kombinierten sich zwei meiner früheren Hobbys, nämlich das Erstellen von Webseiten und das Spielen von Brettspielen, zu meinem heutigen Beruf. Das Erstaunlichste ganz zum Schluss: Mittlerweile komme ich außer zum Testen von firmeneigenen Prototypen kaum noch zum Brettspielen, und Ideen für private Homepage-Projekte liegen zwar in der mentalen Schublade, werden aber nur selten umgesetzt. Vielleicht trennt man einfach intuitiv Beruf und Privatleben, selbst wenn der Beruf sich aus früheren Hobbys entwickelt hat.

Gero Zahn

[1] http://www.onlinepresence.de/Sternenfahrer/

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